Perlen der Playstation 1: Need For Speed 2
filed in Gaming, PlayStation 1, Retro on Mar.27, 2010
Need for Speed 2 gehört zweifellos zu einem der besten Rennspiele überhaupt. Egal ob auf dem PC oder auf den Konsolen, Electronic Arts machte sich damals mit dieser Serie einen Namen. Need for Speed 2 änderte einiges gegenüber dem Vorgänger.
So wurde es dieses Mal noch arcadelastiger, extrem schnell und zum ersten Mal durfte man Prototypen und Showcars fahren. Ausserdem entschied EA, dass man dieses Mal nur auf Rundkursen brettern darf.
Das Spiel beginnt mit einem, für damals ziemlich angesagtem, Full Motion Video und stimmt den eingefleischten Racer ordentlich ein. Die FMV sind übrigens eines der Hauptfeatures in dem Spiel, denn man kann zu jedem Wagen sämtliche Infos abrufen und sich einige kommentierte Videos dazu anschauen. Das war damals wirklich stark, zumal das ganze sehr aufwendig und professionell produziert wurde.
Need for Speed 2 bietet drei verschiedene Spiel-Modi. Singleplayer, Meisterschaft und Knockout. Ersteres ist der klassische “Suche Dir ne Karre und ne Strecke aus und dann ab auf die Piste”. Der zweite Modus folgt dem klassischen Stil. Wagen aussuchen und alle Strecken als Erster absolvieren.
Allerdings unterscheidet sich der Meisterschaftsmodus von dem damaligen herkömmlichen Prinzip. Man darf unter anderem nach jedem Rennen den Wagen und auch die Strecken wechseln. Durchgespielt gilt der Modus dann erst, wenn man immer als Erster durchs Ziel fährt.
Der Knockout Modus war damals auch ne sehr feine Sache. Man fährt alle Strecken nacheinander ab, die jeweils nur 2 Runden auszuhalten sind. Der Letzte des Rennen fliegt raus und das Spiel ist beendet. Die Tatsache, dass Need for Speed 2 schon ein harter Brocken ist, habe ich den Modus nie durchspielen können. Es scheiterte auch wirklich immer am letzten Gegner. Der Knockout Modus wird übrigens erst nach erfolgreichem Beenden des Meisterschafts-Modus freigeschaltet. Und wer den Knockout Modus durch hat, kann sich auf eine Bonusstrecke freuen.
Natürlich sollte man auch hier den Fuhrpark erwähnen. Mit Luxuskarren und Prototypen wurde Need for Speed immerhin ganz groß. Mit Fahrzeugen wie den McLaren F1, Ferrari F50, Ford GT90, Jaguar XJ220, Lotus GT1 and Lotus Esprit V8, Italdesign Cala und dem Isdera Commendatore 112i ist die Auswahl nicht besonders riesig, aber die reichte vollkommen. Auch wenn NfS 2 ein absoluter Arcade-Racer ist, haben die Fahrzeuge unterschiedliche Fahreigenschaften. Und wem das alles doch zu arcade ist, der kann sogar in den Optionen auf “Realismus” umstellen, was das Spiel natürlich um einiges schwieriger macht.
Grafisch muss ich ehrlich gesagt gestehen, dass NfS 2 nicht ganz so mein Fall ist. Streckendesign und Fahrzeuge können durchaus überzeugen und laden für flotte Runden ein, allerdings wirkt das Ganze auf technischer Ebene einen Schlag zu altbacken. Ich habe einige Rennspiele aus dem selben Jahr zum Vergleich gezogen und ich muss sagen – Need for Speed 2 ist auf der PSX kein Schönling. Auch sehr negativ auffällig ist die Geschwindigkeit. Das Spiel ist schnell, verdammt schnell – und scheinbar auch zu schnell für PSX. Durch die geringe limitierte FPS der Playstation, fängt das Spiel bei hoher Geschwindigkeit eher an zu ruckeln. Diese Slow-Downs werden noch schlimmer, wenn sich vor mir Gegner rumtummeln und dann kann die Fahrt sehr anstrengend werden. Ein weiterer negativer Aspekt dessen ist, dass das Geschwindigkeitsgefühl nicht wirklich aufkommt.
Soundtechnisch dagegen ist Need for Speed 2 sehr stark. Originale Motorensounds, fetzige Musik und die Effekte sorgen den nötigen Rums, aber da war die Need for Speed Serie schon immer sehr weit vorn.
Fazit: Need for Speed 2 ist klar ein Meilenstein, sowohl auf der Playstation als auch auf dem PC. Im Endeffekt habe ich Need for Speed 2 sogar auf drei Plattformen getestet. Zum einen natürlich auf der Playstation, zum anderen via Emulator und natürlich die 3dfx Special Edition auf dem PC. Auf der PSX hat NfS 2 Probleme mit der Geschwindigkeit und das Geschwindigkeitsgefühl geht flöten. Spielt man das aber auf dem Emulator oder die Special Edition erkennt man klar den Vorteil. Das Ganze läuft unglaublich sauber und smooth. Abgesehen von der besseren Grafik, ist das Renngefühl auf dem PC nahezu 100%ig abgefahrener und spaßiger.
Trotz alledem ist NfS 2 ein toller flotter Racer mit schönen Autos, tollen Strecken und klasse Sound. Dank sehr aggressiver KI kommt hier auch ein übler Adrenalin Effekt zum Vorschein. Dadurch, dass EA scheinbar schon sehr früh auf Gummiband-KI setzte, ist teils aufkommende Frustation durchaus vorprogrammiert.
Und zu guter Letzt: Natürlich sollte man auch den Multiplayer via Splitscreen ausprobieren, das kommt noch mehr Freude auf.





April 1st, 2010 on 15:47
Man, muss ich auch mal wieder rauskramen. Ich hab noch die Special Edition mit 3Dfx-glide Unterstützung.. Gibts eigentlich noch diese Glide-Wrapper?