Perlen der Playstation 1: Overboard!
filed in Gaming, PlayStation 1, Retro on Jan.09, 2010
Overboard! (in Nord-Amerika Shipwreckers!) reiht sich in das Action-Adventure Genre ein. Drei Piraten, ein Schiff und viele Abenteuer wollen erlebt werden.
Overboard kommt aus dem ehemaligen Hause “Psygnosis” (heute SCE Studio Liverpool) und erschien 1997 für die Playstation One. Ein wenig später gab es sogar noch eine Portierung für Nintendos SNES und für den PC. Informationen zufolge soll es 2004 re-released worden sein, was das aber genau heißen soll, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
Overboard spielt sich aus der Vogelperspektive (wahlweise kann die Kamera in insgesamt drei Stufen geändert werden) und ist natürlich komplett 3D. Ausgestattet mit Kanonen erkunden wir sämtliche Wasser-Labyrinthe, umgehen Fallen, zerstören feindliche Schiffe und machen Endgegner platt. Fünf Szenerien warten darauf, von uns entdeckt zu werden, viele Schatzkisten wollen gefunden werden und natürlich Upgrades für unser Schiff müssen mitgenommen werden.
In Overboard suchen wir gezielt nach Flaschenpost mit den darin enthaltenen Bruchstücken von insgesamt fünf verschollenen Weltkarten. Fünf Welten mit insgesamt zwanzig Levels müssen wir bereisen, um unser Schiff ins Finale in der Welt von 1001 Nacht zu bringen. Ein Zuckerschlecken ist die Reise allerdings nicht, denn als Pirat eines kanonenbewehrten Dreimasters sind wir kein gerngesehener Gast in den Weltmeeren.
Wir starten mit unserem Schiffchen an einem Hafen. Meist kann man hier bereits die ersten PowerUps oder Munition sammeln. Die Standardausrüstung sind logischerweise Kanonen. Eine an der Front und mehrere an den Seiten. Schießt man nach vorn, feuert man jeweils eine Kugel. Schießt man seitlich, feuert man drei Kugeln auf einmal. Man hat also die Wahl, wie man in den Kampf geht. Die Front-Kanone eignet sich für zerstörbare Fallen, wie Flammenwerfer, Drehgeschosse oder Schalter. Die Seitlichen sind perfekt für den Gegnerkampf, welche meist gegnerische Schiffe sind. Man sollte also nicht blind drauf losballern, sondern manchmal ist taktisches Angreifen nicht immer verkehrt.
Im Laufe des Spiel findet man noch Alternativen zu den Kanonen. Da wären Blitze, Flammenwerfer, Senkrecht-Raketen, brennende Öl-Lachen usw. Die sind notwendig, weil viele Gegner mit diesen speziellen Waffen abgeschossen werden müssen. Die Senkrecht-Raketen z.B. sind wichtig für fliegende Schalter, Bomben-Papageien oder Flugschiffe. Allerdings sollte man nicht nach Lust und Laune umherballern, denn die Munition ist sehr begrenzt.
Hat man den Hafen verlassen, gehts nun ans Erkunden. Jedes Level besteht aus einem gigantischen Wasserlabyrinth, die vollgestopft mit Fallen und Gegnern sind. Ziel ist es primär, den Ausgang zu finden. Sekundäres Ziel ist das Aufspüren und Sammeln von Schatzkisten.
Grafisch kann man sagen, dass Overboard auf der Playstation One einen klasse Eindruck macht. Der Comic-Look, die Effekte und auch das Wasser sehen fantastisch aus. Was das Level Design angeht, da kann man sich streiten. Auf der einen Seite wirkt es recht langweilig, weil die Labyrinthe sich auf einer Art und Weise ziemlich ähneln und auf der anderen Seite ist es eigentlich genauso brauchbar und es muss nicht mehr und nicht weniger sein. Anspruchsvoll, Abwechslungsreich vom Aufbau und Action muss da sein und das wird hier erfüllt.
Auch bei der Akustik kann man nicht meckern. Je nach Region wo man sich gerade befindet, dudelt ein passender Soundtrack dahin. Dank Dolby Digital rumst es ordentlich wenn man durch die Gegend ballert.
Aber es gibt nebenbei etwas zu bemängeln. Die Ladezeiten zB: laaaaaaaange und auch die KI macht nicht gerade einen intelligenten Eindruck. Sie bleiben gerne mal irgendwo hängen oder kollidieren gern mit anderen Schiffen. Gut, ich seh das positiv – weil die Blödheit nutze ich als Vorteil und so sind sie dann ein leichtes Ziel. Übrigens darf man nach jedem abgeschlossenen Level speichern (oder man schreibt sich klassisch die Passwörter auf). Man hat immer drei Leben (ja sowas gabs damals) und wenn man stirbt, respawned man beim letzten Checkpoint (Zwischenhäfen, die erobert werden müssen). Sind die Leben aber aufgebraucht, muss man das Level komplett von vorne beginnen.
Fazit: Overboard! zählt für mich zu den Highlights der PSX. Nette Präsentation, schönes Gameplay, nette Idee und technisch sehr sauber. Konstante Framerates und sehr sehr seltene Grafikfehler, Popups oder andere Krankheiten. Einzig und allein könnte die Steuerung bei Einigen für Probleme sorgen, die ist in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig, selbiges gilt den Tastenbelegungen.
Kleiner Tip am Rande, wer das Spiel zum ersten Mal startet, sollte in den Optionen den Schwierigkeitsgrad auf Easy stellen. Medium ist schon ziemlich hart und sorgt nur für Frustration.





February 24th, 2010 on 01:37
Dieses Spiel war ein Kindheitstraum auf der Demo. 2010 musste ich es mir einfach holen und es gespielt habe. Selbst jetzt, mehr als ein Jahrzehnt später, spielt es sich wunderbar und sieht toll aus!
Kann es nur weiter empfehlen!